Auch Sea-Watch bei #ProKo mit an Bord!

Die Europäische Union setzt sich für Demokratie und Menschenrechte ein, schottet sich jedoch gleichzeitig immer weiter gegen Menschen auf der Flucht ab. Dem Sterben im Mittelmeer wollten die Freiwilligen von Sea-Watch Ende 2014 nicht mehr länger tatenlos zusehen und beschlossen, sich für die Humanisierung der Politik zu engagieren. Sea-Watch leistet Nothilfe, fordert und forciert gleichzeitig die Rettung durch die zuständigen europäischen Institutionen und setzt sich für legale Fluchtwege ein. Seit der Gründung war die Organisation an der Rettung von mehr als 35.000 Menschen im Mittelmeer beteiligt.

Sea-Watch hat folgende Forderungen für den progressiven Koalitionsvertrag:

  • Ein Ende der Unterstützung der libyschen Küstenwache durch die EU und ihre Mitgliedsstaaten, solange die Einhaltung von internationalem Seerecht sowie humanitärem Völkerrecht nicht garantiert werden kann
  • Ein Ende der Kriminalisierung von Flucht
  • Ein Ende der Kriminalisierung privater Seenotrettungsorganisationen
  • Ein staatlich organisiertes ziviles Seenotrettungsprogramm auf dem zentralen Mittelmeer
  • Die zwischenzeitliche Nutzung der im Mittelmeer präsenten europäischen Marinekapazitäten für proaktive Such- und Rettungseinsätze
  • Die Schaffung sicherer und regulärer Einreisewege nach Europa
  • Solidarität zwischen den EU-Mitgliedsstaaten

Veröffentlicht am 01.02.2018